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archlab / Hetterich Architekten BDA
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Hetterich Architekten BDA
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Alter Hafen
Das Grundstück bildet den Abschluss Würzburgs zum Stadtausgang und den Weinbergen. Die Nachverdichtung, im Bereich des bestehenden Parkhauses schafft eine klare Raumkante am Übergang zur Landschaft und Bahn. Die extreme Lage mit hoher Schallbelastung durch die Verkehrsachse Veitshöchheimer Straße und die angrenzenden Bahntrasse bestimmen den Entwurf und die Baukörperkonzeption. Das Gebäudevolumen – parallel zur Verkehrsachse positioniert - bildet eine Schallbarriere zur entstehenden Uferpromenade. An dieser Stelle entsteht ein wichtiger Baustein für ein urbanes Quartier am alten Hafen. Durch den abschließenden Baustein „Restaurant“ wird das Ende des Grundstücks gefasst und belebt.
Der Baukörper bildet einen Kontrapunkt zum Brückenkopf und dem gegenüberstehenden Hotel und gleicht sich an der andere Grundstückskante dem Niveau der Bahntrasse an. Dieser Höhenverlauf wird nach unten erweitert und bildet einen fließenden Übergang zur tieferliegenden Uferpromenade. Der Baukörper ruht auf einem massiven Sockel, in dem der ruhende Verkehr platziert ist. Der aufgesetzte Holzbau türmt sich ähnlich einer Welle in Richtung Altstadt auf und bildet durch seine skulpturale Formensprache eine Landmarke und einen Abschluss der Mainpromenade Richtung Veitshöchheim. Durch die begehbaren geneigten Dachflächen werden unterschiedliche Plateauebenen ausgebildet, die ein abwechslungsreiches Angebote für Pausen, informelle Begegnungen bieten und zum Verweilen einladen. Transparente Eingänge, Foyers und Innenhöfe, verbinden die unterschiedlichen Nutzungseinheiten zu einem offenen, attraktiven, gesamtheitlich erlebbaren Gesamtkonzept.
Auslober: WVV Immobilien-Management GmbH
Art des Wettbewerbs: Realisierungswettbewerb
9 gesetzte Teilnehmer (anonym)
Bei der Materialwahl werden Primärenergieeinsatz, graue Energie und Transportkosten, Nachhaltigkeit, Wartungsfreiheit und Wiederverwertbarkeit berücksichtigt. Das dargestellte Konzept ist ein Hybridbau: Aufzugskerne, Treppenhäuser und Schächte unter anderem wegen der Brandschutzvorschriften aus Stahlbeton, ebenfalls die Geschossdecken als Beton-Holz-Hybridkonstruktion. Diese sind auch aus Schall- und Brandschutzgründen in massiver Bauweise sinnvoll. Hochwärmegedämmte Außenwände aus Holzständerelementen und Holz-Alu-Fensterelemente mit Dreifachverglasungen minimieren die Transmissionswärmeverluste. Die geplante Holzkonstruktion auf massivem Stahlbetonsockel (Hochwasserschutz) nutzt die Nachhaltigkeit des Baustoffes Holz überall, wo es wirtschaftlich und bautechnisch sinnvoll erscheint. Im Inneren sind Decken und Stützen für den Nutzer sichtbar; das verwendete Holz sorgt für Behaglichkeit und eine natürlichen Umgebung. Schallübertragungen beim Materialwechsel werden vermieden, massive Bauteile bei Nutzungs- und Geschosstrennung verbessern die Schalldämmwerte (Luft- und Körperschall) und wirken sich positiv auf den sommerlichen Wärmeschutz aus (Speichermasse). Aufgrund der beträchtlichen Schallimmission werden in den erforderlichen Bereichen Schallschutzfenster integriert, welche in gekippter Stellung den Schalleintrag minimieren und dennoch eine natürliche Belüftung garantieren. Durch die markanten vorgehängten Holzlisenen wird eine haptisch-angenehme und natürliche Anmutung geschaffen. Als äußerer Abschluss der Außenwände in Holzständerbauweise werden fassadenbündige PV-Module – Anzahl und Positionierung nach Erfordernis - integriert.
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© Hetterich Architekten BDA
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