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Kim Fohmann
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Kim Fohmann
Inklusives Studierendenwohnheim Kaulbachstraße
Der Altbau des Studierendenwohnheims zwischen Maxvorstadt und Englischem Garten wird durch einen Anbau, der sich mit dem Bestand verzahnt, ergänzt. Der Eingang führt durch den von oben belichteten Erschließungskern im Altbau. An der Schnittstelle zwischen Alt- und Neubau verbinden ein Aufzug und eine dreiläufige Treppe die Ebenen mit unterschiedlichen Geschosshöhen barrierefrei.
Der Großteil der insgesamt 77 Wohneinheiten orientiert sich zur ruhigen, südlichen Grünfläche, während die Koch- und Essbereiche der Wohngemeinschaften den Blick auf die von hohen Bäumen geprägte Nordseite freigeben. Gemeinschaftsbereiche im Erdgeschoss öffnen sich zur Grünfläche und fördern die soziale Interaktion unter den Studierenden. Im Wohnheim werden sowohl Einzelapartments als auch Wohngemeinschaften mit zwei bis vier Zimmern, Eltern-Kind-Appartements und barrierefreie Appartements mit angegliederten Betreuungsapartments angeboten.
Auf die Fassade des Altbaus wird ein Wärmedämmverbundsystem mit ortstypischem, grob strukturiertem Oberputz aufgebracht. Die Faschen sind gefilzt und leicht nach innen abgesetzt und stellen somit ebenfalls den Bezug zur Umgebungsbebauung her. Als Sonnenschutz werden individuell bedienbare Falt-Schiebeläden aus bronzefarbenem Leichtmetall eingesetzt, die dem Kopfbau eine abwechslungsreiche, plastische Fassadenstruktur verleihen.
Die hinterlüftete Fassadenkonstruktion des rückseitigen Erweiterungsbaus besteht aus horizontal gegliederten, kupferfarbenen Metall-Fassadenbändern zwischen thermisch getrennten Sichtbetonbalken vor den Geschossdecken. Trotz der höheren Geschossigkeit ordnet sich der Erweiterungsbau mit begrüntem Flachdach dem Vordergebäude baulich unter. Großzügige geschosshohe Fenster mit Glasbrüstungen schaffen lichtdurchflutete Innenräume.
Das Projekt wird ganzheitlich nach dem „Mehr-Sinne-Prinzip“ ausgestattet, um Studierenden mit körperlichen Beeinträchtigungen unterschiedlichster Art einen baulichen Rahmen für ein barrierefreies, inklusives Wohnen zu schaffen. Neben 12 rollstuhlgerechten Wohneinheiten wurden auch Maßnahmen für Personen mit visuellen (Brailleschrift in Erschließungsbereichen und gravierte Schilder mit Geschoss- und Bauteilbezeichnungen) oder akustischen Behinderungen (Klingelanlagen mit Blitzlicht und induktive Sprechanlagen) umgesetzt. Ein inklusives Gebäudeleitsystem mit einheitlichen Akzentfarben für die unterschiedlichen Geschosse (Beschilderungen, Bodenbeläge, Akustikelemente, Möbel) ermöglicht eine schnelle Orientierung im Wohnheim.
Bauherrschaft: Studierendenwerk München
Verfahren: Realisierungswettbewerb 2016, 1. Preis
Leistungsphasen: 1-9
Baubeginn: 2020
Fertigstellung: 2024
Projektpartner: Kaiser+Juritza+Partner, Hoch Baustatik, Konrad Huber GmbH Ingenieurbüro, VE plan GmbH
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© Kim Fohmann
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© Silvie Tillard
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© Silvie Tillard
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